Schon sehr bald ziehen wir ganze 10 Meter Richtung Osten von Haus 11 nach Haus 13. Den lang ersehnten Umzug nutzen wir deswegen auch gleich als Anlass, um uns ein wenig mit der interessanten Geschichte unseres Standortes auseinanderzusetzen.

dreibilderzusammen

Links: Doppelbettzimmer, Mitte: Patienten auf Veranda, rechts: Sonnenkur auf dem Streckbett bei Wirbel-TBC (1910)

 

Auf Spurensuche

1906, also schon ein ganzes Weilchen her, entschloss sich der „Verein für bedürftige Lungenkranke“ zu dem Bau einer Heilanstalt für Lungentuberkulose-Patienten auf dem damals 28-Hektar großen Waldkomplex. Gut 100 Jahre lang kümmerte man sich hier unter anderem um Lungenpatienten, bis man 2005 ins Klinikum Region Hannover-Oststadt umzog. Durch mehrteilige Sanierungen konnte ein Großteil der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bis zum heutigen Tage erhalten werden.

Ein bisschen makaber ist das Ganze schon, überlegt man sich, dass kreative Ideen heute und in Zukunft da entstehen, wo hunderte Tuberkulosekranke behandelt wurden und zuweilen auch verstarben. Auch die Bilder wirken wie aus einem alten Horror-Streifen. Kinder wurden auf Streckbänke in praller Sonne platziert, denn vor Antibiotika musste man auf die Selbstheilungskräfte des Menschen vertrauen. Den Sonnenstrahlen ausgesetzt, wurde vermehrt Vitamin D ausgeschüttet und das Immunsystem gestärkt. Praktiken, die heute nicht mehr nötig sind und im Rückblick kurios erscheinen. Doch ein Grund die Geschichte unseres Standortes deswegen außen vor zu lassen, ist es allemal nicht. Lungenkranke wurden zum Beispiel auf die Veranden gebracht, um frische Luft zu atmen und schneller genesen zu können. Heute schnappen auch wir hier frische Luft für neue Ideen.

derhub. zieht um

Wir freuen uns auf jeden Fall schon riesig auf unsere neuen Büroräume. Ganz besonders, weil jeder von uns Inneneinrichter spielen und unseren zukünftigen Arbeitsplatz aktiv mitgestalten darf. Wir haben einige unserer Kollegen gefragt, was sie sich vom neuen Büro erhoffen. Unsere Art Direktorin Julia freut sich beispielsweise endlich über besseren Kaffee aus einer brandneuen Kaffeemaschine. Benny, unser Grafiker, ist froh, wenn er sich endlich an einem agentureigenen Kühlschrank voller Cola bedienen darf. Unser Designer Timm ehrt den Fußraum, den er sich momentan noch mit Benny teilen muss. „Ich bin froh, dass wir diesen Krankenhauslook ablegen können. Weiße Wände passen einfach nicht zu uns. Das neue Design wird dann endlich unserem Charakter und unserer Kreativität als Agentur entsprechen“, so unser Managing Director Bjørn.

beidebilderbaustelle

momentan eher noch Baustelle als Büro – doch schon im Juni heißt es Kofferpacken

Wer hätte gedacht, dass aus einem Patientenhaus Tuberkulosekranker mal eine moderne Medienagentur erwächst?


BueroB

BueroA Kopie